Produktion

Christian Becker: "Der allergrößte Film"

Christian Becker und seine Rat Pack Film sind seit knapp 20 Jahren zuverlässige Kinohitlieferanten. Jetzt bringen sie mit "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" ihren bislang aufwändigsten Film ins Kino. Wir unterhielten uns mit dem Produzenten.

29.03.2018 09:03 • von Jochen Müller
Christian Becker und seine Rat Pack Film sind seit knapp 20 Jahren zuverlässige Kinohitlieferanten. Jetzt bringen sie mit "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" ihren bislang aufwändigsten Film ins Kino. Wir unterhielten uns mit dem Produzenten.

Sie haben bereits in der Vergangenheit ungewöhnlich große Filmprojekte auf den Weg gebracht. Jim Knopf geht noch einen Schritt weiter...

Es ist in der Tat der allergrößte Film, den ich jemals gemacht habe, aber er hat auch am längsten gedauert. 2001 sind wir noch über Silke Tolksdorf von der Copyright Service Agency, die die Vorrecherche gemacht hatte, erstmals bei den Erben-Vertretern von Michael Ende vorstellig geworden - dem Testamentsvollstrecker Dr. von Gronau und dem Literaturagent sowie Ende-Lektor Roman Hocke, und stellten ihnen unsere Idee und Vision vor, "Jim Knopf" zu verfilmen. Es herrschte Unsicherheit, ob man den Stoff freigeben sollte - die damals jüngsten Michael-Ende-Verfilmungen waren nicht ganz zu ihrer Zufriedenheit verlaufen. Um sie zu überzeugen, haben wir eine sehr aufwändige Präsentation gemacht auf etwa 150 Seiten, das ein Marketingkonzept, ein Finanzierungskonzept, eine Anmutung, wie der Film aussehen solle, Production-Paintings, Zeichnungen, Besetzungsvorschläge umfasste. 2005 haben wir mit ihnen über den Thienemann Verlag dann einen Verfilmungs-Vertrag unterschrieben. Uns war es von vornherein wichtig einen engen Schulterschluss mit dem Nachlass von Michael Ende zu bilden und das hat sich bis zum Schluss in Form einer unglaublich tollen sowie kreativen Zusammenarbeit durchgezogen inklusive der Mitwirkung von Roman Hocke als Creative Producer.

Aber es dauerte noch einmal elf Jahre, bis Sie drehen konnten.

Es war eine längere Reise. Das stimmt. Zunächst bereisten wir die Welt mit der Vision, aus Jim Knopf einen englischsprachigen Film zu machen. Zunächst stellte ich mir vor, John Goodman solle Lukas, der Lokomotivführer sein. Später sah ich dann Kevin James in der Rolle. Bei unseren Bemühungen, im Ausland Mitstreiter zu gewinnen, stellten wir aber doch recht bald fest, dass der Stoff anders gesehen wurde als bei uns. Auf keinen Fall spielte er irgendwo eine so große Rolle wie im deutschsprachigen Raum. Michael Ende kannte man eher als den Autor von "Die unendliche Geschichte", das machte es etwas schwierig, die nötige Begeisterung zu entfachen. Zudem wurde ich nicht nur von der Warner sondern auch von immer mehr Kinobetreibern angesprochen, die zu mir sagten, ich solle den Film unbedingt auf deutsch drehen, Jim Knopf sei eine durch und durch deutsche Geschichte, die tief in der deutschen Nachkriegsseele verwurzelt ist.

Eine entscheidende Rolle spielte dann Willi Geike von Warner Bros?

Ja, absolut, denn Willi Geike hat den Film erst zum Fliegen gebracht. Das muss man so deutlich sagen. Er hat am allerlängsten an den Stoff geglaubt, er hatte schon einmal Mitte der Neunzigerjahre versucht, sich die Rechte für Warner Bros. zu sichern. Es ist eines seiner Lieblingsbücher. Ohne Willi Geike würden wir den Film jetzt nicht ins Kino bringen. Er hat unseren Weg über sechs oder sieben Jahre begleitet und hat uns immer den Rücken gestärkt, die Warner stünde komplett hinter uns und würde für die Hälfte des Budgets geradestehen. Mit der Warner an Bord haben wir verschiedene Wege getestet, im Verlauf kam noch Matthias Rosenberger von der Malao Film als australischer Koproduktionspartner dazu, der noch einmal international Geld für das Projekt sammelte und Michael Bully Herbig als Creative Producer, der neue Impulse gab. Bis wir an einem Punkt waren, an dem klar war, dass wir den Film jetzt machen müssen und dann legten unsere Producerin Tina Kringer und ich los. Willi Geike und Anne Solá-Ferrer von der Warner waren es übrigens auch, die mit der brillianten Idee kamen, Henning Baum für die Rolle des Lukas vorzuschlagen.

Waren die Verfilmungsrechte nicht längst verjährt?

Ich rechne es den Ende-Erben und dem Testamentsvollstrecker hoch an, dass sie mir über die fast 16 Jahre hinweg immer die Stange gehalten haben. Zwischenzeitlich konnten wir immer wieder die Verfilmungsrechte mit ihnen verlängern.

Wie hoch war das Budget?

2016 begann nach einigen Irrungen und Wirrungen der Dreh mit Dennis Gansel als Regisseur. Das Budget betrug knapp 25 Millionen Euro, meines Wissens eines der höchsten Budgets für einen deutschsprachigen Film, wenn nicht sogar das höchste. Ich bin da sehr dankbar für die unglaublich tolle Unterstützung durch unsere Förderungen FFF, Medienboard Berlin-Brandenburg, MFG Baden-Württemberg, FFA, DFFF und den GMPF. Als ich 2001 angetreten war, um den Film zu machen, hatte ich ein Budget von 16 Millionen Euro im Kopf und fand das schon utopisch aufzutreiben. Rückblickend bin ich froh, dass es all die Jahre nicht geklappt hatte, den Film zu machen. Die Technik wäre noch nicht so weit gewesen. Jetzt konnten wir alle Digitaleffekte in Deutschland machen, mit fast allen auf diesem Gebiet relevanten Firmen wie Scanline, Trixter, Rise, Mackevision und Chimney, die unter der Leitung von Supervisor Frank Schlegel perfekt verzahnt arbeiteten. Wichtige Filme auf dem Weg und zur stufenweisen Vorbereitung auf so einen Film waren für uns "Hui Buh" und "Wickie und die starken Männer" mit immer höheren Budgets - "Hui Buh" wegen der Effekte und den irren Studiokulissen, "Wickie" wegen der aufwändigen Bauten und der komplizierten Logistik mit Dreh im Ausland. Außerdem erlaubte es mir die Verzögerung, die Finanzierung immer weiter zu stärken.

Stichwort "Hui Buh": Es ist kein Geheimnis, dass "Jim Knopf" ursprünglich von Sebastian Niemann gedreht werden sollte.

Sebastian Niemann war sehr wichtig für die Entwicklung des Stoffs und wir haben ihm viel zu verdanken, zusammen mit mir und dem Autoren Dirk Ahner hat er die ersten wichtigen Impulse gegeben und das Projekt angeschoben. Er ist auch immer noch als einer der Drehbuchautoren und Associate Producer dabei. Aufgrund der langen Entwicklungszeit änderten sich aber die Verfügbarkeiten. Dennis Gansel war aber mit dem Projekt seit Anbeginn vertraut - wir lebten seit dem HFF-Studium zusammen in einer WG, als ich mich um die "Jim Knopf"-Rechte bemühte. Er war zwar als Filmemacher nicht involviert, aber trotzdem interessiert, weil das "Jim Knopf"-Hörspiel in seiner Kindheit einen so großen Eindruck bei ihm hinterlassen hatte. 2013 half Dennis für einen Vordreh mit Shirley MacLaine aus. Und zwei Jahre später habe ich ihn dann als Regisseur des Films an Bord geholt.

Sie haben von Anbeginn Ihrer Laufbahn mit Dennis Gansel gearbeitet.

Dennis Gansel habe ich 1994 bei meinem Studium an der HFF kennengelernt, wir haben uns angefreundet und den ersten Film zusammen gemacht. Ich suchte Action und er hatte in seiner Kameraübung "The Wrong Trip" wenigstens ein wenig Action in Form einer Pistole drin - der Film lief dann im Vorprogramm von Sudden Death" im Verleih der UIP. Das entsprach meiner Vorstellung von Kino. Ich war angetreten an der Filmschule, um große Unterhaltungs- und Actionfilme zu machen. Als man mich bei der Aufnahme fragte, welchen Film ich machen wollte, hatte ich erklärt: "Ein Mann sieht rot, Teil 6". Dennis und ich lagen also auf einer Wellenlänge, auch wenn er in seinen jungen Jahren eher mit Truffaut und Fassbinder groß geworden war . "Jim Knopf" mag wie ein ungewöhnlicher Schritt wirken für ihn. Aber er hat Publikumskino gemacht wie "Mädchen Mädchen!" genauso wie anspruchsvolle Filme wie Die Welle" und "Napola". Mit seiner Hollywoodarbeit "Mechanic Resurrection" hat er aber auch bewiesen, dass er mit großen Setpieces mit viel CGI umgehen kann. So ein Mammutprojekt macht man am besten mit einem Filmemacher, dem man blind vertraut. Es gab Investoren, die mir die komplette Finanzierung gestemmt hätten, wenn ich mit einem englischen oder amerikanischen Regisseur gearbeitet hätte. Für mich fühlte sich das nicht richtig an. Dann hätte nicht ich der Produzent sein müssen, der "Jim Knopf" macht. Es hätte irgendein Produzent sein können. Mir ging es darum zu zeigen, dass wir in Deutschland ein Großprojekt für den Weltmarkt machen können.

Woher die Zuversicht, dass "Jim Knopf" der richtige Stoff dafür ist?

Warner Bros. hat erst neulich Erhebungen gemacht, die besagen, dass "Jim Knopf" für 80 Prozent der Deutschen ein Begriff ist. Und von diesen 80 Prozent wissen 80 Prozent in groben Zügen, worum es geht. Das ist natürlich irre. Aber auch eine große Verantwortung. Der Roman ist seit 1962 ein Dauerseller, die beiden Bearbeitungen der Augsburger Puppenkiste und das Hörspiel sind fest verankert im kollektiven Bewusstsein. Die hohen Erwartungen des Publikums will man nicht enttäuschen. Deshalb haben wir versucht, zwar unseren eigenen Film zu machen, aber die jeweiligen schon bestehenden Vorstellungen mit an Bord zu holen. "Jim Knopf" soll einen auf ein Abenteuer mitnehmen, aber man soll sich auch wohl dabei fühlen.

Dass die Rat Pack ihr größtes Projekt als 51-prozentige Constantin-Tochter mit Warner Bros. realisiert, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Jedes Projekt hat einen perfekten Verleih. Mir erscheint es logisch, dass nicht jedes Projekt, das wir mit Rat Pack anschieben, automatisch zur Constantin passt. Willi Geike war von Anfang an überzeugt von "Jim Knopf". Und Warner Bros. ist ein so starker finanzieller Partner, dass nie ein Zweifel bestand, mit wem man diesen Film optimal umsetzen kann. Die Constantin ist allerdings als Koproduzent mit an Bord und übernimmt zusammen mit Timeless Films den weltweiten Verkauf, was schon bei "Wickie und die starken Männer" ganz toll geklappt hatte. Für die Finanzierung waren allerdings die Rat Pack, die Malao Film und natürlich Warner Bros. sowie Studio Babelsberg zuständig, ein für diesen Film perfektes Vierergespann.

Und darf man denn schon leise anfragen, wie es mit einer Fortsetzung aussieht? "Die wilde 13" ist noch unverfilmt.

Willi Geike hat bei der Warner-Tradeshow auf der angekündigt, dass es eine Fortsetzung geben wird. Wir stecken mitten in den Bucharbeiten und wollen idealerweise im Januar 2019 mit dem Dreh beginnen. Wenn alles läuft, wie wir uns das erhoffen, dann könnten wir "Die wilde 13" Ostern 2020 in die Kinos bringen. Das macht von der Vermarktung und Machbarkeit Sinn. Und es herrscht ein gewisser Zeitdruck, weil unser Jim Knopf, Solomon Gordon, schnell größer wird. Zwei Jahre Abstand sind erzählerisch kein Problem, danach wird es aber haarig. Aber wir sind zuversichtlich und haben große Lust auf diesen Film.

Sie legen bei Rat Pack immer viel Wert auf die richtige Vermarktung. Ist Jim Knopf in dieser Hinsicht ein Geschenk? Oder ergeben sich auch Probleme?

Eigentlich ist er ein Geschenk. Es war kein Problem, zusammen mit Warner unsere Wunschpartner zu begeistern. Auf der anderen Seite bedurfte es großer Überredungskünste, um den Marketingpartnern hinlänglich zu beschreiben, wie groß der Film sein wird, wenn er fertig ist. Lange Zeit konnten wir kein Filmmaterial zeigen, weil ein Großteil vor Green-Screen oder in Teilsets gedreht worden war. Man will nichts Halbfertiges herzeigen. Und deshalb mussten wir manche Deadline ausreizen, um das doch noch hinzubekommen. Wir haben zum Beispiel eine sensationelle »Happy Meal«-Kampagne mit McDonald's und eine Kooperation mit Märklin, die eine eigene "Jim Knopf"-Eisenbahn anbieten. Der Europa-Park in Rust ist mit an Bord mit einem eigenen "Jim Knopf - Reise durch Lummerland"-Ride, der zum Saisonbeginn und damit zum Filmstart eröffnet wird. Dass wir sie bei der Stange halten konnten in der langen Zeit, in der wir ihnen nichts zeigen konnten, spricht von dem großen Vertrauen, das man uns entgegen gebracht hat.

Mittlerweile arbeiten Sie mit Rat Pack vermehrt für verschiedene Verleiher.

Wie gesagt, nicht jeder Film, den wir machen wollen, passt zur Constantin und das sieht auch der Constantin-Vorstand Martin Moszkowicz so. Das mussten wir den anderen Verleihern aber erst einmal klar machen, die davon ausgegangen waren, dass ein Projekt, das wir anbieten, erst einmal von der Constantin abgelehnt gewesen sein musste, also zweitklassige Ware sei. Das ist aber nicht so. Wir überlegen uns sehr gut, zu wem unsere Filme passen. Nicht mein Tag" lief sehr gut bei Sony, mit unserem kleinen Polt-Film "" waren wir sehr glücklich bei Majestic. Aktuell haben wir zusammen mit meinem Produzenten-Kollegen Martin Richter Benjamin Blümchen" bei Studiocanal und "Safari" bei Concorde. Mit der "Wolf-Gang" setzen wir unsere Zusammenarbeit mit Sony fort. Mit Warner Bros. hatten wir schon bei Mord ist mein Geschäft, Liebling" gut harmoniert. Man muss variabel sein und auch die Bedürfnisse der Verleiher verstehen, nach welcher Art von Film sie gerade suchen, um ihr Portfolio optimal zu ergänzen. Obwohl wir eine Constantin-Tochter sind, kann es sein, dass sie ihren Slate schon voll mit Projekten eines Genres haben, das wir gerade anbieten und so sind wir froh, dass wir mit so vielen Playern gut zusammenarbeiten. Das gibt auch uns gewisse Freiheiten.

Dass die Zeit für weitere Produktionen bleibt, will man nicht glauben. Und doch ist die Rat Pack auch über "Jim Knopf" hinaus wahnsinnig umtriebig.

Stimmt, "Jim Knopf" hat viel Zeit, Energie und Ressourcen verschlungen. Wir haben im Grunde die letzten zwei Jahre, seit Beginn der Dreharbeiten, mit Hochdruck an der Fertigstellung gearbeitet. Seit Weihnachten hatte ich keinen freien Tag, um den Film rechtzeitig abzuschließen, aber auch das flankierende Marketing gemeinsam mit den Partnern abzustimmen. Trotzdem haben wir noch an anderen Projekten gearbeitet, ein paar davon haben wir ja gerade schon erwähnt. Nur Gott kann mich richten" von dem unglaublich begabten Regisseur Özgür Yildirim ist im Januar ins Kino gekommen, auf den ich sehr stolz bin.

Als nächsten größeren Titel haben Sie "Benjamin Blümchen" am Start.

In meiner Kindheit schlug mein Herz mehr für "Hui Buh" und "Die drei ???". Aber mein jüngerer Bruder war ein Riesenfan von "Benjamin Blümchen", so dass ich es immer mithören durfte. Und jetzt ist meine Tochter ganz begeistert von der Zeichentrickserie. Auch hier hat es ein paar Jahre gedauert, bis wir den Rechteinhaber Kiddinx für unsere Vision begeistern konnten und jetzt sind wir gemeinsam ein Traum-Produktionsteam. Um der "Benjamin Blümchen"-Welt gerecht zu werden, werden die Kulissen mit dem Computer generiert, darin bewegen sich dann reale Schauspieler sowie unser Benjamin, der im klassischen Zeichentrickstil generiert wird. Das ist ein sehr aufwändiger und langwieriger Prozess, weshalb wir jetzt schon sicher sagen können, dass wir den avisierten Kinostart im Oktober nicht halten können werden. Der Film startet im Sommer 2019. Tim Trachte führt Regie.

Was können Sie sonst noch vermelden?

Einiges. Wir haben ein paar wirklich schöne Sachen vor in diesem Jahr, nachdem wir uns nun mit unseren neuen Geschäftsführern Bernd Bünseler und Oliver Nommsen sowie Florian Kleeberger als Kaufmännischen Leiter perfekt aufgestellt haben. Wir werden Eine ganz heiße Nummer 2" realisieren. Als große Fans von Teil eins von Markus Goller, damals produziert von tnf telenormfilm und ATrack Film, haben wir eine tolle Idee für eine Fortsetzung entwickelt, die alle Beteiligten begeistert hat. Diesen Film werden Martin Richter und ich mit der Constantin, Andrea Sixt (ATrack) und den Deyle-Brüdern von der tnf als Koproduzenten machen. Rainer Kaufmann hat als Regisseur zugesagt, worauf ich mich sehr freue, weil ich ein Riesenfan bin seit Stadtgespräch"-Zeiten. Fast das gesamte Originalensemble ist wieder mit dabei. Das wird der erste Film sein, den wir dieses Jahr drehen werden. Zudem packen wir eine Realverfilmung von "Die drei !!!" an, das Mädchen-Spinoff von "Die drei ???", eine wirklich tolle Marke aus dem Kosmos Verlag. Dafür wollte ich unbedingt eine weibliche Nachwuchsregisseurin finden, und es sieht sehr gut aus, dass wir die Richtige gefunden haben. Für Sony machen wir mit meinem HFF-Kommilitonen Tim Trageser endlich wie erwähnt "Die Wolf-Gang" nach den Büchern von Wolfgang Hohlbein, eine wirklich tolle Geschichte über einen Vampir, der kein Blut sehen kann, einen Werwolfjungen, der eine Katzenhaarallergie hat, und eine Elfe mit Flugangst - die gemeinsam Abenteuer erleben. Rick Kavanian und Axel Stein für die Hauptrollen sind bestätigt. Mit Peter Thorwarth arbeite ich weiterhin an der Finanzierung von Blood Red Sky", ich denke, dass wir den Film in den nächsten 24 Monaten machen werden. Derweil hat Peter noch eine Fernsehserie mit uns entwickelt, die wir wohl mit einem Streamingdienst realisieren werden. Und wir sind auch noch gemeinsam an einem anderen, sehr spannenden Kinoprojekt dran, das wir mit Warner Bros. umsetzen werden und das Willi Geike zum richtigen Moment bekanntgeben wird. Mit meinen Kollegen Franziska An der Gassen und Martin Zimmermann habe ich dazu noch verschiedene TV-Projekte in der Pipeline, darunter "Wickie" mit Studio 100 als Realserie. Es bleibt also spannend. Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf "Jim Knopf". Wie Bernd Eichinger immer gesagt hat: Die Kugel ist aus dem Lauf, jetzt müssen wir abwarten.

Das Gespräch führte Thomas Schultze