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ARD vergibt erneut 3,2 Mio. Euro Programmprämien

Zum zweiten Mal nach 2017 hat der Senderverbund die in den "Eckpunkten 2.0" festgehaltenen Programmprämien an erfolgreiche Produktionsfirmen verliehen.

26.01.2018 16:56 • von Frank Heine
Filmintendantin Karola Wille (Bild: MDR/Martin Jehnichen)

In Köln wurden heute die ARD-Programmprämien in Höhe von rund 3,2 Mio. Euro vergeben. Der Senderverbund zeichnet zum zweiten Mal besonders erfolgreiche Produktionen aus. Als Grundlage dient die ARD-Selbstverpflichtung "Eckpunkte 2.0", die 2016 neue Grundsätze für die Zusammenarbeit mit den deutschen Film- und Fernsehproduzenten geschaffen hat. Ein Leistungsmodell, bei dem Punkte für qualitative Leistungen wie Preise und Nominierungen einer Produktion vergeben werden, gibt den Ausschlag. Aufgeteilt in sieben Genres erhalten die jeweils zehn im Punkteranking höchstplatzierten Produktionen eine Prämie.

"Mit den Programmprämien unterstützt die ARD nachdrücklich Mut zum Experiment und Mut zur Innovation. Damit werden wir auch unserer besonderen Verantwortung, die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland stark und lebendig zu halten gerecht", äußerte sich Karola Wille, Filmintendantin der ARD und Intendantin des MDR.

Die Prämien bestehen aus zweckgebundenen Entwicklungsverträgen für ein neues Projekt.

Wille zeigte sich von der Bandbreite der Produktionen beeindruckt, die bereits mit den ersten ARD-Programmprämien aus dem vergangenen Jahr angeschoben wurden und nun in der Entwicklung sind. Als Ziel nennt die ARD, Produzentinnen und Produzenten bei der Entwicklung "neuer, innovativer und wettbewerbsfähiger Produkte sowohl für die ARD-Landesrundfunkanstalten als auch für den internationalen Markt" zu unterstützen.

Das Leistungsmodell soll nach den ersten zwei Durchgängen wie geplant mit allen Beteiligten evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden.

Im Programmgenre Spiel-/Fernsehfilm waren unter den diesjährigen Gewinnern mit Victoria" (MonkeyBoy GmbH), Wild" (Heimatfilm), Ein Atem"(Senator Film Produktion) und Härte" (Rosa von Praunheim Filmproduktion) vier Kinofilme vertreten. Die weiteren Gewinner sind Der Fall Barschel" (Zeitsprung Pictures), Das weiße Kaninchen" (FFP New Media), Mitten in Deutschland - Die Täter: Heute ist nicht alle Tage" (Wiedemann & Berg Television), Ein Teil von uns" (Constantin Television), Wellness für Paare" (Riva Film) und Terror - Ihr Urteil" (Moovie GmbH).

Bei den zehn prämierten Serien handelt es sich um Die Pfefferkörner" (Letterbox Film), Alles Klara" (ndF), Großstadtrevier" (Letterbox Film), Die jungen Ärzte" (Saxonia Media), Die Stadt und die Macht" (Real Film), Mann/Frau" (Ulmen Television), München 7" (Akzente Film), Die Kanzlei" (Studio Hamburg Filmproduktion, Nordfilm), Charité" (UFA Fiction) und Frau Temme sucht das Glück" (Warner Bros. ITVP). Weitere Gewinner gab es in den Kategorien Dokumentarfilm ab 60 Minuten, Dokumentation bis 60 Minuten, Kinder / Animation, "kleine" Unterhaltung bis 45 Minuten und "große" Unterhaltung ab 45 Minuten.