Kino

Wenders zeigt erste Szenen seiner Papst-Doku

Weltpremiere im Rahmen der Universal-Tradeshow auf der Filmwoche München: Wim Wenders zeigte erstmals sechs Minuten aus seiner Doku über Papst Franziskus I, "Pope Francis: A Man of His Word". Das Publikum war hingerissen.

19.01.2018 13:05 • von Jochen Müller
Wim Wenders hat mit "Pope Francis: A Man of His Word" einen außergewöhnlichen Film gemacht (Bild: NFP (Filmwelt))

Weltpremiere im Rahmen der Universal-Tradeshow auf der (Bericht folgt): Wim Wenders war persönlich angereist, um erstmals sechs Minuten aus seiner Doku über Papst Franziskus I, "Pope Francis: A Man of His Word", zu zeigen. Universal-General-Manager Paul Steinschulte war sichtlich bewegt, als er Wenders auf die Bühne holte. Der berichtete von den Ursprüngen des Projekts, die bis ins Jahr 2013 zurückreichen. Mehrere Jahre begleitete er den unkonventionellen Papst mit der erklärten Absicht, einen Film zu machen, in dem das Oberhaupt der Katholischen Kirche direkt zum Zuschauer spricht und sich mit seinen eigenen Worten mitteilt. Entsprechend begann die bewegende Sequenz mit einer Einstellung, in der der Papst direkt in die Kamera spricht.Und auch wenn sich das nach den wenigen Minuten natürlich nicht endgültig sagen lässt, so scheint doch klar, dass der Film eine maximale Sprengkraft besitzt, weil der Papst mit klaren und einfachen Worten den Status Quo der Kirche angreift und auf eine radikale Reform drängt. Der indignierte Blick der Granden der Kirche, als Franziskus in seiner Antrittsrede zu einer Rückkehr zu den Werten Jesu aufruft und sich vom Reichtum abzuwenden, war jedenfalls unbezahlbar. Das Publikum war hingerissen: "Pope Francis: A Man of His Word", der noch keinen Starttermin hat, hat das Potenzial, nicht einfach nur ein großes Publikum zu erreichen, sondern eine echte Diskussion anzustoßen. Steinschulte rief die Kinobetreiber dazu auf, bei diesem Projekt Hand in Hand mit Universal zu arbeiten, um ihm eine möglichst große Plattform zu bieten.