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Constantin-Übernahme: Burgener schreitet zur Tat

Man durfte es erwarten: Die Highlight Communications AG will den Aktionären der Constantin Medien AG ein Übernahmeangebot unterbreiten. Zu diesem Zweck hat man sich mit der Studhalter Investment AG zusammengetan.

27.11.2017 20:15 • von Marc Mensch
Will nun Nägel mit Köpfen machen: Bernhard Burgener (Bild: Highlight Communications)

Es hatte sich seit Monaten nicht zuletzt dank einer (lange Zeit vom ehemaligen Constantin-Aufsichtsratschef Dieter Hahn mit juristischen Schritten blockierten) Kapitalerhöhung der Highlight und entsprechenden Andeutungen ihres Verwaltungsratspräsidenten Bernhard Burgener abgezeichnet: Die Highlight Communications AG soll den Aktionären der Constantin Medien AG nun ein freiwilliges Übernahmeangebot unterbreiten. Zu diesem Zweck hat man sich mit der Studhalter Investment AG zusammengetan.

Konkret heißt es dazu in einer Pressemitteilung: "Die Highlight Communications AG (HLC) und die Studhalter Investment AG (SIAG) haben heute mit Bernhard und Rosmarie Burgener, der Highlight Event und Entertainment AG und Alexander Studhalter eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen, gemäss welcher HLC und SIAG, mit befreiender Wirkung für Bernhard und Rosmarie Burgener, HLEE und Alexander Studhalter, den Aktionären der Constantin Medien AG (CMAG) ein Übernahmeangebot unterbreiten sollen."

Geboten werden im Rahmen dieses Übernahmeangebots 2,30 Euro je Aktie. Dies entspricht laut Highlight einem Aufschlag von 10,6 Prozent verglichen mit dem heutigen Schlusskurs der Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Börse bzw. von 11,9 Prozent gegenüber dem gewichteten durchschnittlichen Kurs der vergangenen sechs Monate.

Die Veröffentlichung der Angebotsunterlage, die erst nach Gestattung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erfolgen dürfe, werde voraussichtlich im Lauf des kommenden Monats erfolgen. Gleichzeitig werde das Übernahmeangebot unter der aufschiebenden Bedingung der Erteilung der erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen stehen.

Weiter heißt es in der Mitteilung wörtlich: "Ein erfolgreiches Übernahmeangebot wird dazu beitragen, lähmende Blockaden, wie sie sich im Zusammenhang mit den Meinungsverschiedenheiten mit der ehemaligen CMAG-Führung bis zum August 2017 ergaben, endgültig hinter sich zu lassen und das Augenmerk auf die Reorganisation und Weiterentwicklung der beteiligten Gesellschaften zu legen, damit nachhaltig Werte für alle Stakeholder geschaffen werden. HLC und die übrigen Parteien der Rahmenvereinbarung beabsichtigen, die Wachstumsstrategie von HLEE, HLC und CMAG konsequent fortzusetzen. Sie sind überzeugt, dass eine neu ausgerichtete Beteiligungsstruktur organisatorische Synergien freisetzen würde. Ein starkes, strategisch in Übereinstimmung handelndes Kernaktionariat, welches das Geschäftsmodell mit langfristiger Perspektive weiterentwickeln und die dazu erforderlichen finanziellen Mittel einbringen kann, ist der Erreichung dieser Ziele dienlich."

Der ehemalige Constantin-Großaktionär Dieter Hahn hatte seine Anteile zuletzt abgestoßen (wir berichteten).