Kino

"La La Land" stellt Oscar-Rekord ein

Mit 14 Oscar-Nominierungen stellt "La La Land" den Nominierungsrekord von "Alles über Eva" und "Titanic" ein.

24.01.2017 14:47 • von Thomas Schultze
"La La Land" überrollt die Oscars (Bild: Studiocanal)

Mit 14 Oscar-Nominierungen stellt La La Land" den Nominierungsrekord von Alles über Eva" und "Titanic" ein. Hauptkonkurrenten des Musicals von Damien Chazelle werden Arrival" von Denis Villeneuve sowie "Moonlight" von Barry Jenkins sein, die es auf jeweils acht Nominierungen gebracht haben. Dahinter folgt der im Vorfeld ebenfalls als Favorit gehandelte Manchester by the Sea" von Kenneth Lonergan mit sechs Nominierungen - auf sechs Nominierungen brachten es überdies auch "Hacksaw Ridge" von Mel Gibson und "Lion - Der lange Weg nach Hause" und Garth Davis, beide Titel sind überraschend stark vertreten. Die sechs genannten Filme wurden allesamt für den Oscar als bester Film nominiert. Dazu treten in dieser Kategorie noch Fences" von Denzel Washington, Hell Or High Water" von David Mackenzie und Hidden Figures" von Theodore Melfi gegeneinander an. Ins Rennen um den Oscar für die beste Regie gehen Denis Villeneuve, Mel Gibson, Damien Chazelle, Kenneth Lonergan und Barry Jenkins.

In den weiteren Edelkategorien haben sich die Favoriten durchgesetzt: Emma Stone tritt als beste Hauptdarstellerin gegen Natalie Portman und Isabelle Huppert an sowie die unsinkbare Meryl Streep, die für Florence Foster Jenkins" ihre nunmehr 20. Nominierung erhielt, und die Überraschung Ruth Negga aus Loving". Bei den Schauspielern sieht sich Favorit Casey Affleck mit Andrew Garfield, Ryan Gosling und Denzel Washington sowie die Überraschung Viggo Mortensen in Captain Fantastic" konfrontiert.

Auffallend - aber nicht überraschend - ist die starke Präsenz schwarzer Kreativer - das war ein großer Streitpunkt während des kompletten Kinojahres 2016 gewesen. Sechs afroamerikanische Schauspieler wurden nominiert, in jeder Darstellerkategorie wenigstens einer. Dazu kommt noch Barry Jenkins mit Nominierungen für die beste Regie und das beste adaptierte Drehbuch. Ebenso auffallend die Absage, die Oscar den etablierten weißen Filmemachern erteilte: Clint Eastwood ging mit seinem Sully" leer aus; Martin Scorsese wurde mit seinem Silence" nur in der Kamera-Kategorie beachtet.