Kino

Kinocharts USA: "Madea" lässt Tom Cruise hinter sich

An einem recht bewegten Wochenende in den US-Kinos, an dem es insgesamt wieder spürbar bergauf ging, holte sich "Boo! A Madea Halloween" klar die Spitzenposition der Charts. "Jack Reacher: Kein Weg zurück" folgt auf Platz zwei.

23.10.2016 12:34 • von Thomas Schultze
Tyler Perry ist wieder auf Platz eins in den USA (Bild: Lionsgate)

An einem recht bewegten Wochenende in den US-Kinos, an dem es insgesamt wieder spürbar bergauf ging, holte sich Boo! A Madea Halloween" klar die Spitzenposition der Charts. Die beim afroamerikanischen Publikum gefeierte Madea, die Figur, die Tyler Perry zunächst fürs Theater erfunden hatte und mit deren ersten Kinoauftritt in "Das verrückte Tagebuch" er im Jahr 2005 zum Filmstar und Kinomogul wurde, sorgte mit ihrem nunmehr siebten Kinoauftritt für starke 26,8 Mio. Dollar Umsatz in 2260 Kinos. Perry jüngster Madea-Film, "A Madea Christmas" aus dem Jahr 2013, der in Deutschland bis heute unveröffentlicht ist, war nur mit 16,0 Mio. Dollar gestartet und kam dann gesamt auf 52,5 Mio. Dollar. Für die letzthin wenig erfolgreiche Lionsgate ist das aktuelle Startergebnis ein echter Segen.

Das Nachsehen hatte Jack Reacher: Kein Weg zurück", der auf Platz zwei folgt. In 3780 Kinos massiv gestartet, kam der zweite Film mit der Romanfigur von Lee Child mit Tom Cruise in der Hauptrolle auf 22,7 Mio. Dollar Einspiel. Das ist zwar ein deutlicher besserer Start als Jack Reacher" im Dezember 2013, der mit 15,2 Mio. Dollar angelaufen war, sich während der Weihnachtsfeiertage aber sehr gut halten konnte und gesamt 80 Mio. Dollar einspielen konnte. Bei einem Budget von 60 Mio. Dollar stehen die Chancen jedenfalls sehr gut, dass der neue Film von Edward Zwick bei der weltweiten Auswertung schwarze Zahlen schreiben wird.

Auf Platz drei landete "The Accountant", der nach 15 Mio. Dollar Umsatz am zweiten Wochenende gesamt bei knapp 50 Mio. Dollar Kasse hält. Dahinter folgt mit Ouija: Ursprung des Bösen" ein weiterer Neuling, dem in 3167 Kinos ein Einspiel von 14 Mio. Dollar beschieden war - wieder einmal ein Erfolg für Blumhouse Pictures. Die Top fünf beschließt Girl on the Train", der am dritten Wochenende 7,4 Mio. Dollar holte und gesamt nunmehr 59 Mio. Dollar umsetzen konnte - bestenfalls solide Zahlen gemessen daran, wie populär der Roman von Paula Hawkins ist.

Und einen echten Boxoffice-Crash gab es auch noch zu vermelden: Die Komödie Keeping Up With the Joneses" wurde von Fox in 3022 Kinos gestartet und konnte lediglich 5,4 Mio. Dollar einspielen. Das ist einer der schwächsten Starts eines Films, der mit mehr als 3000 Kopien an den Start ging.

Der Festivalhit Moonlight" sicherte sich beim Plattformstart in vier Locations sensationelle 440.000 Dollar Einspiel. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich der von A24 gewohnt innovativ ausgewertete Film in den nächsten Wochen entwickeln wird. Amerikanisches Idyll" von Ewan McGregor startete indes in 50 Kinos mit 150.000 Dollar Einspiel.