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"Die glorreichen Sieben" eröffnet Toronto

Das 41. Toronto International Film Festival wird von "Die glorreichen Sieben" von Antoine Fuqua mit Denzel Washington und Chris Pratt eröffnet. Zudem gab das Festival seinen ersten Schwung Highlights bekannt. So wird "Toni Erdmann" von Maren Ade seine US-Premiere im Rahmen der Special Presentations feiern. In dieser Reihe gibt es auch Werner Herzogs "Salt and Fire" mit Veronica Ferres zu sehen.

26.07.2016 16:39 • von Thomas Schultze
Eröffnet Toronto: "Die glorreichen Sieben" (Bild: Sony Pictures)

Das 41. Toronto International Film Festival wird von "Die glorreichen Sieben" von Antoine Fuqua mit Denzel Washington und Chris Pratt eröffnet. Dabei handelt es sich um das Spannung erwartete Remake des Klassikers von John Sturges aus dem Jahr 1960, der wiederum auf Die sieben Samurai" von Akira Kurosawa aus dem Jahr 1954 basiert. Fuqua war zuletzt mit seinem "The Equalizer" in Toronto, in dem ebenfalls Washington die Hauptrolle spielt. Als Abschlussfilm wurde "The Edge of Seventeen" benannt, das Debüt von Kelly Fremon Craig, in dem Hailee Steinfeld und Woody Harrelson die Hauptrollen spielen. Zudem gab das Festival seinen ersten Schwung Highlights bekannt. So wird Toni Erdmann" von Maren Ade seine US-Premiere im Rahmen der Special Presentations feiern.

Zu den Gala Presentations - die Vorzeigereihe des Festivals mit besonders publikumsträchtigen Filmen - gehören auch Oliver Stones in Deutschland gedrehter Snowden" mit Joseph Gordon-Levitt und Shailene Woodley über den Whistleblower Edward Snowden, der seine inoffizielle Weltpremiere bei der Comic-Con feierte und nun weder in Venedig noch in Telluride zu sehen sein wird. Weitere als Weltpremieren sind Deepwater Horizon" von Peter Berg mit Mark Wahlberg, der Thriller "The Headhunter's Calling" von Mark Williams mit Gerard Butler und Alison Brie, "The Journey Is the Destination" von Bronwen Hughes mit Ella Purnell und Maria Bello über den Fotojournalisten und Aktivisten Dan Eldon, die Konzertdoku "JT + The Tennessee Kids" von Jonathan Demme über Justin Timberlake, das Biopic LBJ" von Rob Reiner mit Woody Harrelson, Jennifer Jason Leigh und Richard Jenkins über den umstrittenen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson, Lion" von Garth Davis mit Dev Patel, der Gruselschocker "A Monster Calls" vonJ mit Sigourney Weaver und Felicity Jones, Queen of Katwe" von Mira Nair mit David Oyelowo, das Psychiatriedrama "The Secret Scripture" von Jim Sheridan mit Vanessa Redgrave und Rooney Mara, "Strange Weather" mit Holly Hunter, "Their Finest" von Lone Scherfig mit Gemma Arterton und Sam Claflin sowie "A United Kingdom" von Amma Asante mit David Oyelowo und Rosamund Pike. Als kanadische Premiere wird Arrival" von Denis Villeneuve mit Amy Adams und Jeremy Renner laufen, der damit auch ein sicherer Venedig- und Telluride-Kandidat ist. Als nordamerikanische Premiere wird "Planetarium" von Rebecca Zlotowski mit Natalie Portman angekündigt, den man damit wohl auch zuerst in Venedig sehen wird.

Bei den Special Presentations, der größten und populärsten Reihe in Toronto, finden sich neben "Toni Erdmann" zahlreiche weitere Pretiosen. Der neue Film von Werner Herzog, Salt and Fire", mit Veronica Ferres und Michael Shannon, eine deutsche Koproduktion von Ferres' Construction Film, feiert nordamerikanische Premiere. Als nordamerikanische Premiere gibt es die deutsche Koproduktion Brimstone" mit Guy Pearce und Dakota Fanning zu sehen; als kanadische Premiere läuft die französisch-deutsche Koproduktion Frantz" von François Ozon. Dazu kommt noch der Berlinale-Titel Alles was kommt", eine französisch-deutsche Koproduktion, die ihre kanadische Premiere erlebt.

Mit großer Spannung wird auch Nocturnal Animals" von Modemacher Tom Ford erwartet, in dem Amy Adams und Jake Gyllenhaal die Hauptrollen spielen und der davor wohl in Venedig zu sehen sein wird. Auch der Venedig-Eröffnungsfilm, das Musical La La Land" von Damien Chazelle mit Ryan Gosling und Emma Stone läuft in den Special Presentations. Ein weiteres Highlight ist die internationale Premiere der Sundance-Sensation "The Birth of a Nation" von Nate Parker, für dessen Weltrechte auf dem Festival im Januar eine Rekordsumme bezahlt worden war. Mit "Manchester by the Sea" von Kenneth Lonergan mit Casey Affleck gibt es zudem einen weiteren Sundance-Hit zu sehen.

Zu den Weltpremieren gehören All I See Is You" von Marc Forster mit Blake Lively, Ewan McGregors Regiedebüt American Pastoral" nach dem Roman von Philip Roth mit McGregor selbst und Jennifer Connelly und Dakota Fanning, "Birth of the Dragon" von George Nolfi über einen legendären Kampf von Bruce Lee, Denial" von Mick Jackson mit Rachel Weisz und Tom Wilkinson, "King of the Dancehall" von und mit Nick Cannon, der Thriller "The Limehouse Golem" von Juan Carlos Medina mit Bill Nighy, die Improv-Komödie "Mascots" von Christopher Guest, "The Oath" von Baltasar Kormákur, "Orpheline" von Arnaud des Pallières mit Adèle Haenel, Adèle Exarchopoulos und Gemma Arterton, "Paris Can Wait" von Eleanor Coppola mit Diane Lane, der Illumination-Animationsfilm Sing" sowie "Trespass Against Us" mit Michael Fassbender und Brendan Gleeson.