Kino

Alfred Holighaus verlässt die Deutsche Filmakademie

Zum 30. Juni wird Alfred Holighaus sein Amt als Geschäftsführer der Deutschen Filmakademie niederlegen und sich einer neuen Aufgabe in der Filmbranche widmen.

16.03.2015 14:27 • von Marc Mensch
Alfred Holighaus verlässt die Deutsche Filmakademie zum 30. Juni (Bild: Florian Liedel/Deutsche Filmakademie e.V.)

Zum 30. Juni wird Alfred Holighaus sein Amt als Geschäftsführer der Deutschen Filmakademie niederlegen und sich einer neuen Aufgabe in der Filmbranche widmen. Laut einer Mitteilung erfolgt der Schritt auf eigenen Wunsch, die Deutsche Filmakademie bedauert demnach den Weggang von Holighaus und wünscht ihm "Glück für seinen weiteren beruflichen Werdegang." Holighaus begleitete die Filmakademie seit ihrer Gründung zunächst als Berater und freier Projektleiter. Im Januar 2010 wurde er Mitglied der Geschäftsführung, die er sich seit Anfang 2011 mit Anne Leppin teilt. Zur Frage, ob der Posten neu besetzt wird, oder Anne Leppin die Geschäftsführung künftig alleine bestreitet, konnten zunächst noch keine Angaben gemacht werden.

"Die Deutsche Filmakademie gehört bei aller Bescheidenheit zum Besten, was dem deutschen Film in den letzten Jahren passieren konnte. Sie hat dafür gesorgt, den Diskurs über das und das Interesse an dem Kino unseres Landes wesentlich zu intensivieren und zu schärfen. Man hat sich und die Arbeit der Anderen besser und intensiver kennengelernt. Ich bin froh und auch ein bisschen stolz, etwas zu dieser Entwicklung beigetragen zu haben. Besonders in den Jahren der engen Zusammenarbeit mit Anne Leppin, die ich schon jetzt vermisse", erklärt Holighaus.

"Meine bisherige berufliche Biografie war wesentlich davon bestimmt, dass ich mich mit Neugierde und Energie auf den unterschiedlichsten Feldern der deutschen Filmlandschaft betätigt und engagiert habe. In der Filmakademie konnte ich die dort gemachten Erfahrungen nutzen und neue Erfahrungen machen. Da ich die Akademie in sehr gutem Zustand weiß, reizt es mich, beruflich eine neue Herausforderung anzunehmen. Bis zu meinem Ausscheiden werde ich voll für die Akademie da sein."

Bevor Holighaus den Posten als Geschäftsführer der Deutschen Filmakademie übernahm, war er u.a. als Kurator der Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino tätig gewesen.