Festival

"Lad: A Yorkshire Story" gewinnt Braunschweiger Heinrich

Mit der Preisverleihung im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig ist gestern das Internationale Filmfest Braunschweig zu Ende gegangen.

11.11.2013 11:11 • von Jochen Müller

Der Publikumspreis Heinrich des Internationalen Filmfest Braunschweig geht in diesem Jahr an Dan Hartleys Debütfilm "Lad: A Yorkshire Story". Er erzählt die Geschichte des 13-jährigen Tom, der nach dem Tod seines Vaters auf die schiefe Bahn gerät. Erst, als er den Nationalpark-Ranger Al kennenlernt, scheint sich das Blatt wieder zu wenden. Die 10.000 Euro Preisgeld teilen sich Hartley und der deutsche Verleih des Films, der jedoch noch nicht feststeht. Mit ebenfalls 10.000 Euro dotiert ist der Schauspielerpreis Die Europa, der in diesem Jahr an Barbara Sukowa geht. Weitere Brauschweiger Preisträger sind Regisseur Ben Cady und Sounddesignerin Joe Gilder, die für ihren Zwölfminüter "Anomalies" mit dem Kurzfilm-Musikpreis Der Leo (2.000 Euro) ausgezeichnet wurden, und die Regisseurin Katell Quillévéré, die für ihr Drama "Suzanne" den deutsch-französischen Kinema Preis erhielt.Das Drama über eine junge Frau, die eines Tages ihre Familie verlässt, um mit einem Ganoven zu leben, eröffnete in diesem Jahr die Semaine de la critique in Cannes.

Der Leiter des Filmfests Braunschweig, Volker Kufahl, hinterlässt ein gut bestelltes Feld: Die Besucherzahlen sind mit rund 25.000 auf Rekordniveau und die Auswahl der überwiegend europäischen Arthouse-Filme konnte sich auch in diese Jahr sehen lassen. Kufahl übernimmt nach zwölf Filmfest Braunschweig zum 1. Dezember die Geschäftsführung der Filmland Mecklenburg-Vorpommern GmbH und die künstlerische Leitung des filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin.