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Fernsehakademie vergibt ab 2013 eigene TV-Preise

Die Deutsche Akademie für Fernsehen wird ab 2013 eigene Auszeichnungen für Einzelleistungen in 18 Kategorien vergeben.

29.09.2011 12:42 • von Andreas Kloo
Die Diskussion um den Deutschen Fernsehpreis flammt kurz vor Preisvergabe am kommenden Wochenende neu auf (Foto: Preisverleihung 2010 mit Stefan Raab und Lena (Bild: WDR / Herby Sachs)

Die im Dezember 2010 gegründete Deutsche Akademie für Fernsehen wird erstmals 2013 eigene Preise vergeben. Die Organisation, der derzeit 350 Mitglieder aus 18 Berufsgruppen angehören, wird die Auszeichnungen für Einzelleistungen in deutschen TV-Produktionen vergeben. Die Kategorien entsprechen den Sektionen der Akademie, in der Kategorie Schauspiel wird zwischen Haupt- und Nebenrolle unterschieden.

Der Akademie-Vorstand erklärt: "Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern fehlte bislang in Deutschland ein vom professionellen Know-how der Fernsehschaffenden bestimmter Fernsehpreis. Unabhängig von pädagogischen und politischen Interessen sowie Sender- und Verlegereinflüssen werden die Fernsehmacher selber die herausragenden Leistungen ihrer Berufskollegen würdigen und auszeichnen."

Die Stifter des Deutschen Fernsehpreises, die Sender WDR, ZDF, RTL und Sat als auch die Fernsehakademie streben nach Informationen von Blickpunkt:Film eine Zusammenarbeit an. Akademie-Vorstand Gerhard Schmidt: "Wir sind mit den Stiftern des Deutschen Fernsehpreises in einem kollegialen und konstruktiven Dialog und streben eine Kooperation bei der Gestaltung der Preisgala und dem Veranstaltungsort an".

Allerdings gestalten sich die Gespräch schwierig, da am umstrittenen neuen Kategoriensystem des Deutschen Fernsehpreises nach Möglichkeit nicht gerüttelt werden soll. Aus dem Kreis der Stifter lässt dazu Tom Sänger, RTL-Unterhaltungschef, verlautbaren: "Um den Deutschen Fernsehpreis eine gewisse Konstanz zu verleihen, ist es das Ziel der Stifter, das 2010 gemeinsam beschlossene Kategoriensystem für die nächsten vier Jahre so zu belassen. Sollten programmliche Entwicklungen im Fernsehjahr Neuerungen notwendig und sinnvoll erscheinen lassen, sind diese auch während eines laufenden Turnus möglich".