Film

Wigan übergibt Sonys Auslandsproduktion an Schindler

Nach 21 Jahren Engagement für Columbia Pictures respektive Sony verlässt Gareth Wigan seinen Posten als Chef der internationalen Produktionseinheit von Sony Pictures.

01.01.1970 01:00 • von Stefanie Zimmermann

Nach 21 Jahren Engagement für Columbia Pictures respektive Sony Pictures verlässt Gareth Wigan seinen Posten als Chef der internationalen Produktionseinheit von Sony Pictures. Er wird dem Studio jedoch als strategischer Berater erhalten bleiben. Die Leitung von Sonys International Motion Pictures Production Group (IMPPG) obliegt damit in Zukunft allein Deborah Schindler, die sich diese Aufgabe bislang mit Wigan geteilt hat.

Sony-Pictures-Chef Michael Lynton lobt Wigan als Pionier in Sachen internationale Studio-Aktivitäten. Er habe "nahezu im Alleingang" Sonys Produktions-Engagement auf dem internationalen Markt angekurbelt. Tatsächlich erkannte Sony schon früh den Wert von Eigenproduktionen für den internationalen Markt und setzte als einer der ersten Majors auf lokale Filmproduktionen in Europa, Asien und Lateinamerika. Ein Trend, der inzwischen bei nahezu allen anderen Hollywood-Studios angekommen ist. Zuletzt hatten Wigan und Schindler Sonys Aktivitäten in Indien und Russland ausgeweitet. Aktuell produziert IMPPG Filme in China, Spanien, Frankreich und Mexiko. In Berlin entwickelt Maike Haas seit Januar als Vice President of International Production Europe für Sony deutschsprachige und paneuropäische Kinostoffe.

Gareth Wigan hatte seit 1997 den Posten als Vice Chariman der Columbia TriStar Motion Picture Group inne. Der gebürtige Brite war 1987 als Berater zur Columbia gestoßen und betreute Titel wie "Snatch", "The Age of Innocence" und "Air Force One". Zu den internationalen Erfolgstiteln, die unter Wigans Ägide entstanden, gehören etwa "Tiger & Dragon", "Kung Fu Hustle", "Sinn und Sinnlichkeit" und "Was vom Tage übrig blieb". Vor seiner Tätigkeit bei Columbia war er für die Fox als Vice President of Production tätig, zu seiner Zeit entstand etwa Ridley Scotts "Alien". 1979 gründete Wigan mit Alan Ladd Jr. und Jay Kanter die Produktionsfirma The Ladd Company, eine Tochter von Warner Communications.