Film

Schäden durch Piraterie höher als angenommen

Die MPAA schätzte die Schäden, die Piraterie der Filmindustrie 2005 bescherte, auf 6,1 Mrd. Dollar. Eine neue Studie des "Institute for Policy Innovation" bezieht nun weitere Faktoren wie anhängende Wirtschaftszweige mit ein und schätzt den Gesamtschaden durch Filmpiraterie 2005 auf 20,5 Mrd. Dollar.

02.10.2006 11:34 • von Mareike Haus
Einer neuen Studie zufolge soll der Gesamtschaden, den Filmpiraterie in den USA anrichtet, im Jahr 2005 bei 20,5 Mrd. Dollar gelegen haben. Die vom "Institute for Policy Innovation" (IPI) in Auftrag gegebene Untersuchung berücksichtigt nicht nur die unmittelbaren Schäden, die der Filmindustrie durch Raubkopien entstehen, sondern bezieht auch weitere Faktoren wie Steuern, Jobverluste und anhängende Wirtschaftszweige mit ein. Die Motion Picture Association of America (MPAA) bezifferte den Piraterieschaden für vergangenes Jahr auf 6,1 Mrd. Dollar.

Die IPI-Studie nimmt dem Branchenmagazin zufolge "Home Media Retailing" diese Ergebnisse - deren Erhebungsmethode bereits des Öfteren kritisiert wurden - als Sockel und rechnet auf ähnliche Weise Verluste für anhängende Wirtschaftszweige sowie den Staat und die Gesellschaft hoch. Demnach gingen zum Beispiel alleine dem US-Handel 1,92 Mrd. Dollar durch Filmpiraterie durch die Lappen. Über 140.000 Jobs seien in allen relevanten Branchen pirateriebedingt weggefallen, was 5,4 Mrd. Dollar an Gehältern entspreche. Auch dem Staat entgeht auf diesem Weg viel Geld. So beziffert die Studie die Steuerverluste auf circa 450 Mio. Dollar.