Film

Wenders droht mit Wegzug aus Hamburg

In einem an Hamburger Regierungspolitiker gerichteten Offenen Brief hat Wim Wenders Stellung genommen zur geplanten "gravierenden" Mittelkürzung der Filmförderung Hamburg.

05.07.2004 17:02 • von

In einem an Hamburger Regierungspolitiker gerichteten Offenen Brief haben heute Regisseur und Produzent Wim Wenders (Reverse Angle Production) und sein Geschäftspartner Peter Schwartzkopff Stellung genommen zur geplanten "gravierenden" Mittelkürzung der FilmFörderung Hamburg und zugleich mit dem Wegzug ihrer Firma aus Hamburg gedroht. Die Ankündigung, die regionale Filmförderung für die Jahre 2005/06 zu halbieren, sei "mehr als nur ein Schlag ins Gesicht all derer, die seit Jahren dem Film- und Medienstandort Hamburg treu geblieben sind oder sich in jüngster Zeit dazu entschlossen haben, mit ihren Aktivitäten diesem Medienstandort mehr Bedeutung zu geben", schreibt Wenders gleichlautend an den Regierenden Bürgermeister Ole von Beust, Kultursenatorin Karin von Welck sowie an den Wirtschafts- und Arbeitssenator Gunnar Uldall. Weiterhin moniert der Filmemacher, dass durch den Sparbeschluss all jene "Pläne und Hoffnungen mit einem Schlag zunichte gemacht" worden seien, die sich aufgrund seiner Firmentätigkeit und seiner gleichzeitigen Professur an der Hamburger Hochschule für bildende Künste herausgebildet haben, um Synergien zwischen Lehre und Filmwirtschaft zu schaffen. Wenders und Schwartzkopff bitten daher die maßgeblichen Politiker, ihre Entscheidung nochmals zu überdenken "und möglichst zu revidieren".

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